Macht das Leben heiterer!

Über uns

„Als ich als Knäblein fein- an der Mutterbrust….“ Nein! Das war ja völlig anders: ….als ich vom Schicksal gebeutelt am 06.12.1958 das Licht der Welt erblickte, ahnte ich noch nicht- dass ich mal mit Pinsel, Feder oder sonstigen Stiften umgehen könnte.
Ich genoss also das BABY- Leben in vollen Zügen; sorglos und umsorgt.Also Wonneproppenmässig.
Bis ich Drei wurde, ja genau ab da (könnte man meinen) begann meine „künstlerische „ Laufbahn-verhalten noch, aber für meine Mutter kaum zu übersehen….
…es war mal wieder an der Zeit nach dem Essen die „Delegierung“ seitens meiner Frau Mama genießen zu dürfen in Form einer Verpflichtung zum Mittagsschlaf im neu renovierten Nachbarzimmer. Da ich ich schon damals ein kleiner Filou war, fiel es mir gar nicht schwer über das Bettgeländer zu klettern, mich vor den Schuhschrank zu positionieren und zu schauen was es denn da so alles zu entdecken gäbe. Gesagt getan ich fand einen ollen Lappen, eine Dose schwarzer Schuhcreme, ne olle Bürste und schon hatte ich ne geniale Idee!!!
Ich rutschte gelassen vom Schuhschrank weg in Richtung frisch renovierter Wand, und los gings…
….feine senkrechte Linien..akkurat nebeneinander, bildlich wie ein Gartenzaun; schwarz und das Zimmer stank wie eine Schuhcremefabrik.
Ich hatte einen Heidenspass daran- war schweigsam und vertieft in mein Erstlingswerk…sah aus wie ein Schornsteinfeger, wie ein maskierter Bankräuber gar Waschbär oder Panda.
…als mich ein gellender Schrei jäh aus meinen Künstlerträumen riss!!! Meine Frau Mama stand in der Tür, die Arme über dem Kopf verschränkt, blass…es sah aus als könnte sie sich nicht entscheiden ob sie lachend weinen oder weinend lachen sollte….
Sooo begann „EGON`s“ Cartoonistenkarriere. Der Hammer!
Seitdem ließ mich Stift und Papier nie wieder los. Es ging weiter in der Schule bei Schulausstellungen, ich unterhielt meine klassenkameraden mit selbstgebastelten Marionettenpuppen, meine erste Veröffentlichung folgte in der FRÖSI ** man was war ich Stolz…wie Bolle!! Das regte natürlich an weiter zu zeichnen. Auch meine Lehre erfolgte im Sinne meiner schnell erkannten Kreativität, ziemlich erfolgreich. Es folgten erste Veröffentlichungen im „Junger Erbauer“ PCK AG, „Roter Treff“ Papierfabrik, „Volksarmee“ und in der „Sport und Technik“- Danach im „Oderanzeiger“ Ffo., „Schwedter Kurier“, „AnzeigenKurier“, Märkische Oderzeitung“,“Wochenbote“. Auch bei der NVA wurde mein Talent früh erkannt….Also wurde ich „RegimentsMaler“- nur das mir da die Politisch Ideologischen „Beinflussungen“ nicht sehr zusagten….
Allerdings wollte ich diese grässliche Zeit schnellstmöglich hinter mich bringen-also fügte ich mich dem Schicksal: Weglaufen und den Kopp in den Sand ging eh nicht- es sei denn wir hatten Übungen im Wald.
Auf der Kompanie illustrierte ich originell sämtliche Briefe an die Lieben und die „Liebste“ Zuhause.Bemalte die Bandmaße der EK`s eigenwillig originell…so gabs dann schonmal n bissel Taschengeld obenauf- denn der Wehrsold ging schnell drauf. Für den Oberfähnrich der Nachrichtenkompanie illustrierte ich seine Urkunden- er versorgte mich mit Zigarren und Kognak…(streng geheim,versteht sich!?)
Ja so gingen die Jahre ins Land, immer am Zeichnen und das gern. Das ist bis Heute so geblieben-wie schön.Trotz auch einiger Rückschläge…
1986 zog man mich nochmals zur Reserve ein, da gings dann nochmals zur Sache- heißt sie wollten UNS alte Resis nochmal so richtig „schleifen“, bis eines Abends- wir lagen schon zu Nachtruhe in unseren geilen „MetallHochbetten“ (Ikeaähnlich!!) als irgendein Offizier durch alle Zimmer lief und nachfragte ob denn hier irgendwo Jemand sei der Grafiker sei; oder halt zeichnen konnte. Da ich aus dem Grundwehrdienst wusste, was es bedeuten könnte wenn ich mich melden würde, hielt ich verhaltend und abwartend besser die Schnauze. (Waren mir doch die 1000 gefühlten, gemalten Sowjetsterne und Friedenstauben, und Ideologischen Slogans des Sozialismus) noch gut in Erinnerung. Als irgendein Soldat aus meinem Zimmer lautstark brüllte : „Der da, der da hinten-zeigte dabei auf mich, und rief der kann das Klasse!!“ Bumms, war ich verpflichtet!! Und wieder gings auf an die Grossen Schilder mit Gelben Sternen, Friedenstauben,Panzern und Kampfparolen etc.- ja, schreiben mit Pinsel war gefragt!!
Ich durfte also in einem kleinem Atelier meinen Arbeitsplatz einnehmen….
Einer von den Zivilbeschäftigten war im Karnevals- Club Schwerin, irgendwann sprach er mich an; ob ich könnte!? Ich sagte ja- und wie die „Konditionen“ sein würden. Von da an bemalte ich sämtliche Karnevals Utensilien und mehr….
Im Gegenzug gab`s edle Getränke, gutes Essen, Zigarren u.s.w. Mir gings also ganz gut. Zurück Zuhause gings wieder in die Vollen. Nunmehr orientierte ich mich auf Kinderzimmerbemalungen, Laubenfassaden, Gastraumgestaltungen Logo, Signet und Maskottchenentwurf…sowie Veröffentlichungen in regionalen Zeitungen.
Abschließend sei zu erwähnen….dass ich keinen Tag wüsste an dem ich nicht gezeichnet hätte, sei es auch nur das „Spielen“ mit jeglicher Art Stift. Also scribbeln….
Später kamen dann Portraits dazu, Portraikarikaturen. Comics und Cartoonfolgen …
Es würde den Rahmen sprengen an dieser Stelle alles aufzuzählen.
Zum Schluss noch: Es gab bisher NICHTS, was ich noch nicht bemalt hätte, gestaltet oder farblich aufgepeppt hätte.
Die Freude am Zeichnen ist geblieben- es freut mich, wenn ich den Menschen ein lächeln o. lauthalses Lachen und `n „Schenkelklopfer“ herauslocken kann. Manch Kindergesicht strahlte mich an- wenn die Wand…ach ja…(mit einer „Wandbemalung fing ja damals auch bei mir alles an, irgendwie!) mit Kindgerechten Fabeltieren ala Disney (Bambi), HariboBärchen, oder nach eigenen Entwürfen verziert seiner Übergabe harrte.
Unterdessen betätige ich mich auch als „SCHNELLZEICHNER“, so LIVE zeichnen wenn der Protagonist neben dem Flipchart steht, sich auf dem Papier entstehen sieht- und die Zuschauer nur den Kopfs chütteln- wenn sie zuschauen und sich wundern wenn ich oben beginne, dann unten weitermache nach links ausweiche in der Mitte fortsetze bis plötzlich das fertige Konterfei des Gezeichneten am Flipchart/(Staffelei) hängt, zusammengerollt wird und er es mit Nachhause nehmen darf;da strahlen die Gesichter…Unterhaltung pur.

In diesem Sinne: Gut Strich!!
Ich muss weitermachen, die „cartoon-welt.de“ braucht meine Unterstützung!
Viel Spass beim Schmunzeln Ihr
Cartoonist Egon, Uckermark